Windows – 32 Bit oder 64 Bit?

Von Stefan | Unter Hardware, IT, Schul-IT, Windows, Windows 7 | Kommentar dazu?  | 3653 Hits.
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Wozu 64 Bit?

Der Hauptgrund, die 64-Bit-Variante zu installieren, liegt beim Arbeitsspeicher: Bis 3 GB RAm gibt es keine Unterschiede, aber schon bei 4 GB werden etwa 500 MB nicht mehr genutzt: Alles über 3,25 GB wird abgeschnitten. Wer also mehr als 3 GB Ram nutzen möchte, sollte über 64 Bit nachdenken. Zudem laufen einige Anwendungen als 64-Bit-Programm deutlich schneller.

Voraussetzungen für 64 Bit?

Zunächst einmal ein 64-Bit-fähiger Prozessor. Beinahe alle aktuellen Prozessoren – mit Ausnahme der leistungsschwachen Netbook-CPUs (Atom etc.) verwalten mittlerweile 64 Bit.
Ausschlaggebend aber sind die Treiber für Peripheriegeräte: Für alle Geräte, die am PC angesteckt werden sollen, sind 64-Bit-Treiber notwendig. Oft denkt man da nur an Drucker und vergisst das Handy oder die Digitalkamera.
Bei der Software gibt es nur wenige systemnahe Programme (wie z. B. Virenscanner), die als 64-Bit-Version verwendet werden müssen. Beim Rest können sowohl 32- als auch 64-Bit-Varianten genutzt werden; bei einigen Programmen sind in der 64-Bit-Variante auch deutliche Leistungssteigerungen zu bemerken.

Die Empfehlung?

64 Bit sind die Zukunft, 32 Bit noch (2010) die Gegenwart. Wer Videos bearbeitet, CAD konstruiert, Datenbanken pflegt oder besonders zukunftssicher installieren will, sollte sich für viel Arbeitsspeicher und 64 Bit entscheiden. Für Internet- und Office-Rechner machen mehr als 3 GB Ram sowieso nur selten Sinn, dafür laufen alle Treiber und jede Software sicher.

Hintertürchen?

Es heißt immer, bei 32 Bit wären 4 GB die „natürliche“ Grenze, mehr ginge nicht. Das ist so gesagt Unfug; 2 GB Ram sind die Grenze für jede einzelne *Anwendung*, nicht das Gesamtsystem. Microsofts Server 2008 kann in der 32-Bit-Variante „Enterprise Edition“ bis zu 64 GB Ram verwalten.
Es gibt Patches, die angeblich auch den Desktop-Windows-Versionen solche Fähigkeiten verschaffen. Getestet habe ich das aber nicht; sinnvoll erscheinen mir diese Patches nur, wenn man aus bestimmten Gründen mehr Arbeitsspeicher braucht, aber Windows nicht neu installieren kann.

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