WordPress-Blog: Mit Kommentaren, aber ohne Spam

Von Stefan | Unter Internet, IT, Schul-IT | Kommentar dazu?  | 6393 Hits.
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Schön, wenn man weiß, was die Leser denken. Schön, wenn man auf Fragen direkt reagieren kann. All das bietet die Kommentar-Funktion von WordPress. Leider nutzen Spammer die Möglichkeit, ihren Schund über Blog-Kommentare zu vermarkten. Sinnvolle und erwünschte Kommentare gehen da schnell in einer Flut von Müll unter.

Lange Zeit hatte ich deshalb die Kommentarfunktion abgeschaltet. Nachdem ich aber festgestellt hatte, dass vor allem IT-Themen auf meinen Seiten sehr häufig gelesen werden, und ich vermutete, dass es gerade hier Nachfragen und Diskussionsbedarf gibt, entschloss ich mich, Kommentare wieder zuzulassen, den Spam-Wildwuchs aber zu unterbinden (Stand der Informationen siehe Artikeldatum!).

Das geht in mehreren Schritten:

  1. Zunächst muss ich Kommentare prinzipiell zulassen. Auf der Dashboard-Seite „Einstellungen – Diskussion“ und setze den Haken bei „Erlaube Besuchern neue Artikel zu kommentieren“. Weiterhin möchte ich Name und Mailadresse meines Besuchers erfahren (die natürlich Dummy-Adressen sein können, das ist keine Sicherheitsoption!). Ich zwinge die Benutzer aber nicht zur Anmeldung an meinem Blog – dazu später mehr. Um sicher zu gehen, dass auf meiner Website nur das steht, was ich selbst genehmigt habe, setze ich den Haken bei „…muss jeder Kommentar von einem Administrator überprüft werden. „.  Die Kommentare möchte ich über mein Android-Smartphone moderieren, daher setze ich keine Haken bei den Mail-Optionen.
  2. Nun muss ich echte Kommentare vom Spam trennen. Eine 100% zuverlässige Lösung verspricht das kostenlose Plugin Spam Free WordPress, das mit einem verblüffend einfachen Trick arbeitet: Für jeden Kommentar wird ein zufälliges Passwort generiert, das der Benutzer aus einem Feld herauskopieren und in ein Feld darunter einfügen oder abtippen muss.
    Nach der Installation und Aktivierung des Plugin muss ggf. die Datei comments.php des Blogs abgeändert werden, falls kein Passwortfeld angezeigt wird. Um dies zu überprüfen, muss man sich ausloggen oder einen anderen Browser parallel öffnen.
    In den letzten Monaten war Spam Free WordPress äußerst unzuverlässig; schade. Ich habe nun umgestellt auf Captcha, das statt copy & paste eine kleine Rechenaufgabe durchführen lässt.
    Das war’s auch schon – die Kommentare sind nun geschützt.
  3. Nun hat man vielleicht noch viele ältere Artikel, deren Kommentarfunktion ausgeschaltet wurde. Die Kommentare in jedem Artikel einzeln oder seitenweise in der „Artikel“-Dashboardseite einzuschalten ist viel zu zeitraubend; hier kann man entweder direkt in der SQL-Datenbank herumoperieren (was ich nur fortgeschrittenen Admins rate), oder das sehr praktische kleine Plugin Extended Comment Options installieren, das im Dashboard-Bereich „Kommentare“ ein neues Menü „Batch Status“ integriert. Mit dessen Hilfe kann man sehr bequem alle Kommentare ein- oder ausschalten; auch eine feinere Auswahl nach Datum etc. ist hier möglich.
  4. Um die Kommentare per Android-Smartphone zuzulassen oder zurückzuweisen, installiert man die WordPress-App (ja, es gibt sie hier auch fürs IPhone) und wählt nach der Einrichtung eines oder mehrerer Blogs in den allgemeinen Einstellungen (nicht den Einstellungen des Blogs!), von welchen Blogs man Kommentare empfangen möchte (falls man mehrere Installationen pflegt). Dann stellt man die Häufigkeit der Aktualisierung der Kommentare ein (Achtung, Akkufresser!), und ob man akustisch, per Vibration oder Lichtsignal auf neue Kommentare hingewiesen werden möchte. Speichern und auf die ersten Kommentare warten!

Ich freue mich schon auf Kommentare meiner Leser!

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