Picasa: Backup wiederherstellen

Von Stefan | Unter IT, Photographie, Windows | Kommentar dazu?  | 2320 Hits.
TOP del.icio.us digg

2321 mal gelesen

Durch eine ungeschickte Aktion (Bilderordner mit dem Windows-Explorer statt mit Picasa verschoben) hatte ich es geschafft, mir meine Picasa-Datenbank zu zerstören. Gut, dass man ein Backup hat!

Nun wollte ich aber vermeiden, dass ich meinen aktuellen Bilderbestand und das Backup mühsam abgleichen muss. Stattdessen hatte ich mir folgende Strategie zurechtgelegt (nota bene, mein Picasa läuft im Netzwerk):

  1. Zur Sicherheit ein weiteres Backup vom Backup anlegen.
  2. Das alte Backup als Laufwerk Z: verbinden und Picasa wie gewohnt starten.
  3. Die manuellen Änderungen (= Ordner verschieben) in Picasa erneut durchführen, sodass Backup und Original im Großen und Ganzen übereinstimmen.
  4. Die Picasa-Datenbank aus dem veränderten Backup ins Original übernehmen.
  5. Das Original als Laufwerk Z: verbinden, Picasa öffnen und testen.
Punkt 4 ist aber schwieriger als gedacht, denn Picasa legt nicht nur eine interne Datenbank an, sondern erstellt in jedem Ordner eine versteckte Datei namens .picasa.ini – und die muss höchstwahrscheinlich zur Datenbank passen.
Um diese INI-Dateien strukturiert kopieren zu können, dienen drei kleine DOS-Befehle, die per cmd im Grundverzeichnis der Fotos eingegeben werden; Befehl 1 macht die Dateien sichtbar, Befehl 2 kopiert sie in einen neuen Ordner namens „inifiles“, und zwar genau nach Ordnern strukturiert. Dann können diese Ordner, die jeweils nur die INI-Datei enthalten, in die Originalordner hineinkopiert / zusammengeführt werden; bereits vorhandene INIs lasse ich überschreiben.
Der letzte Befehl, den ich dann im Bildordner des Originals ausführe, versteckt die Dateien wieder, was wohl nicht zwingend notwendig ist, aber den Ausgangszustand darstellt.
{im Backup:}
attrib .picasa.ini /s -h
xcopy .picasa.* z:\inifiles /s /i
{nun mit Windows-Explorer ins Original kopieren / zusammenführen}
{in den Originalordner wechseln}
attrib .picasa.ini /s +h
Abschließend nicht vergessen, den Ordner, der die Picasa-Datenbank enthält (bei mir Z:\PicasaStarter) ebenfalls aus dem Backup ins Original umzukopieren. Wenn dann alles passt, sollte man vom überarbeiteten Original wieder ein frisches Backup ziehen.

Weitere Informationen zu Picasa.ini files, gefunden auf answers.microsoft.com

.Picasa.ini‘ files (Windows and Mac) contain a record of the unsaved changes – like edits, stars or rotations – that you’ve made to your photos. All unsaved changes made within the same folder of images will be saved in a single hidden ‚.picasa.ini‘ file in the same folder. The ‚.picasa.ini‘ file serves as a backup to Picasa’s photo database for all of your unsaved changes. Should your database become corrupt, Picasa will use these ‚.picasa.ini‘ files to rebuild your photo database. Learn more about rebuilding a corrupt photo database.

In general, it’s best not to remove the ‚.picasa.ini‘ files unless you’re permanently uninstalling the software. Learn more

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA: Bitte folgende Rechenaufgabe lösen (blockiert Spam) - Ziffern eingeben! Danke! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.