WD My Book Live – neues Betriebssystem OpenWRT

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Die preiswerten NAS-Geräte My Book Live von Western Digital hatten über die Jahre diverse schlechte Presse – ob nun Sicherheitslücken die Platten über Jahre angreifbar machten oder die Geräte ihre Daten einfach selbst löschten.

Da ich mich als Schwabe schlecht von Dingen trennen kann, wollte ich einmal versuchen, ein neues Betriebssystem auf die My Book Live zu bringen. Das hat nach folgender Anleitung gut geklappt – man muss sich aber schon ein wenig mit Linux auskennen und benötigt einen SATA-USB-Adapter, um die Platte neu installieren zu können.

Schritt 0: Eventuell vorhandene Daten sichern – es wird später alles von der NAS gelöscht!

Schritt 1: My Book Live zerlegen – dank Video schnell geschehen.

Schritt 2: Festplatte ausbauen und prüfen! Dazu eignet sich das Tool Crystal Disk Info. Wer gerne eine kompaktere bzw. schnellere NAS möchte, kann statt der 3,5″-Festplatte auch eine 2,5″-Platte bzw. SSD einbauen. Dazu gibt es (hoffentlich bald) auch ein 3D-gedrucktes Gehäuse.

Schritt 3: Betriebssystem installieren und NAS konfigurieren – siehe https://openwrt.org/toh/western_digital/mybooklive

  • MAC-Adresse notieren (ist auch auf Platine verklebt, 00-90-a9…)
  • In Ubuntu 20:
    • sudo dd if=openwrt-21.02.1-apm821xx-sata-wd_mybooklive-ext4-factory.img of=/dev/sdb bs=64k
  • Web-Interface unter 192.168.1.1 aufrufen
  • Login root / Passwort leer
  • Network – Interfaces – Einstellungen vornehmen;
    • Feste IP empfohlen
    • Broadcast darf leer bleiben
    • Advanced Settings: DNS-Server einstellen (i. d. R. die Routeradresse)
    • Save
    • Save + Apply
  • Auf neue Adresse verbinden
  • System – Administration: Router Password
  • Mit putty auf die NAS zugreifen (root / neues Passwort) und folgende Befehle tippen:
    • opkg update
      • Sollte es zu Fehlern kommen, nochmal die DNS-Einstellungen oben prüfen!
    • opkg install samba4-server samba4-client luci-app-samba4
      • Sollte es hier zu Problemen kommen, stimmt die Versionsnummer evtl nicht; prüfen mit
        opkg list | grep samba
    • opkg install fdisk kmod-fs-ext4 e2fsprogs hd-idle luci-app-hd-idle
    • fdisk -l
    • fdisk /dev/sda
      • n
      • p
      • 3
      • 2097152
      • (enter)
      • w
    • mkfs.ext4 -L Data /dev/sda3
    • fdisk -l
    • reboot now
    • System – Mount Points:
      • „Generate Config“ anklicken→ unter „Mount Points“ sollte nun /mnt/sda3 angezeigt werden
      • auf den Button „Edit“ neben /dev/sda3 klicken, Haken bei „enabled“
      • blkid ausgelassen!!!
      • „Save & Apply“
    • System – Reboot – Perform RebootAuf dem Webinterface einloggen. Wenn es dabei zu Problemen kommt, den Browsercache leeren oder einfach ein privates Browserfenster nutzen.
  • Nach Reboot nochmal mit putty einloggen
    • cd /mnt/sda3
    • mkdir data
    • chmod 777 data/
    • opkg update
    • opkg install luci-app-commands
    • nun kann über das Web-IF der custom command „poweroff“ eingerichtet werden
  • Web-IF Erneut einloggen; Services – Network Shares:
    • Unter „Shared Directories“ auf „Add“
      • Name: Data
      • Path: /mnt/sda3/data
      • Browseable: Haken ja
      • Allow Guests: Haken ja
  • In Windows: Unsichere Gastanmeldung erlauben mit gpedit.msc
  • …mounten, läuft erst mal. TO DO: User etc.!

Schritt 4: NAS wieder zusammensetzen.

OpenWRT lässt sich über SSH mit Putty konfigurieren. Um die NAS herunterzufahren, benutzt man den Befehl poweroff, den man auch als „Custom Command“ im Web-Interface installieren kann.

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