Smartphone-Display selbst reparieren?

Von Stefan | Unter Android, Apfelzeug, IT | Kommentar dazu?  | 731 Hits.
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Das habe ich versucht, als das Galaxy S5 meines Schwiegervaters nur noch einen schwarzen Bildschirm anzeigte. Das Ersatzteil von Ebay kostete gerade mal 56 Euro, ein fairer Preis, wenn’s klappt.

Das alte Display wird nach Anleitung aus Youtube entfernt – in der Regel mit einem Fön oder Wärmekissen den Kleber erhitzen und dann mit einer Spielkarte (ja, einer ganz normalen Spielkarte!) das Glas und das Display vom Rest des Geräts lösen. Hier sollte man aber besser mehrere Filmchen anschauen – der Mittelknopf des S5 hat ja eine Fingerabdruckfunktion, und nur wenige Videos zeigen, wo man das entsprechende Flachbandkabel lösen muss.

Das Ersatzteil kam prompt. Das muss nun zunächst getestet werden, denn sollte es defekt sein, darf es nur unverklebt zurückgeschickt werden. Warum, lerne ich später, auf die harte Tour.

Also das neue Display über eine Flachbandsteckverbindung mit dem Telefon verbinden. Das hakelte anfangs ein wenig, doch irgendwann war das Kabel fest, ich konnte also den Akku einlegen und das Gerät testweise starten. Juhu, alles bestens, Bild ist da, Touch und alle Tasten laufen. Ich fahre das Telefon wieder runter, entferne den Akku und die Schutzfolien vom Display. Darunter befindet sich Kleber – einmal andrücken, und die Sache sollte geritzt sein. Tja. Ich hätte den Akku besser drin und das Gerät eingeschaltet gelassen, dann wäre mir früher aufgefallen, dass der Stecker wohl verrutscht war. Nun bekam ich nur noch wilde Pixel, meist grau, angezeigt. Also schnell das Display nochmal ablösen, den Stecker nachbessern, und – ein total zerbrochenes Display bestaunen. Aaaaaaargh!!

Fazit: Die Reparatur zuhause kann klappen. Die Displays sind aber furchtbar empfindlich, und auch die Steckverbindungen viel fitzeliger als bei Computern oder Laptops. Ich hätte das Display unverklebt benutzen sollen, um alle Daten aus dem Handy zu sichern, und mich erst danach an die Reparatur wagen dürfen. Blöd gelaufen, saublöd. Mein Trost: Eine Erfahrung mehr, und vielleicht ein nützlicher Tipp für Euch, geneigte Leser. Übrigens glaube ich nicht, dass das reparierte Display auch nur annähernd wasserdicht gewesen wäre. Also – passt auf Eure Displays auf, benutzt Schutzhüllen für die Hardware und Cloud-Synchronisation für Eure Daten. Und wenn das Handy doch mal runterfällt: Besser reparieren lassen oder ein neues kaufen, sonst könnte es Euch auch so gehen, dass Ihr gutes Geld dem schlechten hinterherwerft.

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