Videos fĂŒr iTunes und iPod konvertieren

Von Stefan | Unter Apfelzeug, Dreambox und Vu+, IT, iTunes, Windows | Kommentar dazu?  | 5207 Hits.
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Videos auf dem iPod sind eine feine Sache, vor allem im Kinderarzt-Wartezimmer 😉

Es ist aber gar nicht so einfach, die Filmchen auf den iPod zu bekommen: Im Gegensatz zu Musik, wo viele Formate und QualitÀten erkannt und akzeptiert werden, ist der iPod bei Videos recht wÀhlerisch: MP4 muss es sein, und dann auch noch in einer bestimmten Kodierung. ZunÀchst hatte ich mit VLC experimentiert, dessen Output aber öfters nicht vom iPod akzeptiert wurde, obwohl die Parameter immer dieselben waren:

„C:\Program Files\VideoLAN\VLC\vlc.exe“ %1 –sout=#transcode{vcodec=mp4v,vb=768,scale=1,height=240,width=320,acodec=mp4a,ab=128,channels=2}:duplicate{dst=std{access=file,mux=mp4,dst=%1.mp4}} vlc://quit

Danach machte ich mich auf die Suche nach einer kostenlosen Software und wurde zunĂ€chst hier fĂŒndig:

Free IPod Convertervon www.koyotesoft.com. Die Software produziert qualitativ gute Videos und arbeitet sogar einen Hauch schneller als VLC. Man kann auch mehrere Dateien in Serie konvertieren. Ein zusĂ€tzliches nĂŒtzliches Feature ist der integrierte Youtube-Downloader, mit dem auch Flash-Videos schnell auf den iPod gelangen. Super Sache! 🙂

Ein großes Problem beim Koyoten (Ver. 2.92): Korrekt dargestellt wird das Video nur dann, wenn das Ausgangsmaterial 4:3 ist. Entweder verzerrt Koyote das Video, oder er schneidet links und rechts ein StĂŒck vom 16:9-Breitbild ab.

Ein Beispiel: Leos derzeitiges Lieblingslied, Jungle Drum, gibt’s bei Youtube in einem Flash-Video mit der Auflösung 640 x 352. Mein iPod Classic hat eine maximale Auflösung von 320 x 240. Den Koyoten stelle ich deshalb bei „Size“ auf 320 x 176 und bei „Aspect Ratio“ auf „16:9 Display“. Die Frame rate und target bitrate belasse ich bei 25 bzw. 750, auch das Audio bleibt bei 44.100 und 128.

Das resultierende MP4-Video wird (auf einem PC aus dem Jahr 2003) in 94 Sekunden erstellt, ist 14.472 kb groß und wird auf dem PC absolut korrekt ausgegeben, auf dem iPod fehlen aber links und rechts Teile des Bildes. Schade. 🙁

Ebenfalls schade: Große Dateien ( im Test eine Datei mit 11 GB) werden von der NAS nicht auf die Verarbeitungsliste ĂŒbernommen.

Der „Free Video to iPod Converter“ von DVDVideoSoft.com erstellt denselben 140-Sekunden-Film in „Standard-QualitĂ€t“ (= 1 MBPS) in 195 Sekunden, braucht also – verglichen mit Koyote – mehr als doppelt so lange. Die Datei ist dann aber auch 18.885 kb groß, hat also eine höhere QualitĂ€t als der von Koyote erstellte Film. Die „ökonomische“ QualitĂ€t bringt eine Ausgabedatei in 184 Sekunden, GrĂ¶ĂŸe 14.809 kb, also etwa 78% der Standard-QualitĂ€t; die „hohe“ QualitĂ€t benötigt 196 Sekunden, aber satte 26.501 kb Speicherplatz, also 140% der Standard-QualitĂ€t und beinahe das Doppelte der „ökonomischen“ Stufe.
Subjektiv konnte ich auf meinem iPod keinen hör- oder sichtbaren Unterschied zwischen den QualitĂ€tsstufen feststellen. Meine Empfehlung also: „Ökonomische QualitĂ€t“, um Speicherplatz zu sparen.

Der Encoder, der hierbei im Hintergrund lĂ€uft, ist ffmpeg, das Programm scheint mehr ein Frontend zu sein als eine eigenstĂ€ndige Software – aber es ist ein nĂŒtzliches Frontend!

Weitere Pluspunkte: Man kann sehr bequem die gewĂŒnschte QualitĂ€t fĂŒr verschiedene iPod-Typen einstellen. Wie Koyote kann auch der Free Video Converter eine Liste mit Dateien abarbeiten und fĂŒgt die Ausgabe zudem gleich der ITunes-Datenbank hinzu – auf Wunsch sogar einer neu erstellten Playlist. Mit der Dreambox als NAS kommt die Software prima zurecht, auch die .TS-Dateien werden (im Gegensatz zu Koyote) sofort angezeigt.

Das Programm nervt zwar beim Beenden mit einem zehnsekĂŒndigen „Nag screen“, man solle doch bitte eine Browser-Toolbar installieren – doch das scheint mir im Vergleich zum Funktionsumfang der Software ein angemessener Preis. 😉

Interessant erscheint auch „Ipodifier„, ein Programm, das eher zur Arbeit im Hintergrund konzipiert ist: Es ĂŒberwacht Datenquellen wie z. B. Festplattenrekorder und konvertiert automatisch alle gefundenen Videos. Es scheint sehr mĂ€chtig, war aber auf den ersten Blick nicht das, was ich suchte.

Fazit:

Wenn’s schnell gehen soll und 4:3-Material bearbeitet wird (oder Breitbildfilme, bei denen die RĂ€nder wegfallen dĂŒrfen), greift man zum Koyoten. Die bessere Software kommt heute aber ganz eindeutig von DVDVideoSoft.com . Koyote mĂŒsste nur das 16:9-Problem in den Griff bekommen, um die Nase vorn zu haben…

Weiterlesen kann man hier: http://www.makeuseof.com/tag/50-free-tools-to-make-your-ipod-better-and/

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